LANDPOWER WINDKRAFT.

Vom Wind getragen. In der Region verankert.

Wir sollten wieder mehr darüber reden, was Erneuerbare Energien Gutes leisten.

Die Erneuerbaren Energien stehen unter massivem Druck. Was derzeit in Berlin diskutiert wird, ist längst mehr als eine Debatte über Netze, Kosten, Ausschreibungen oder Redispatch. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet an neuen Regeln für EEG und EnWG, die die wirtschaftlichen Bedingungen für Erneuerbare erheblich verschärfen könnten. Inzwischen geht es nicht mehr nur darum, ob einzelne Projekte noch realisiert werden können. Es geht um die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Branche. Gleichzeitig wird der Wettbewerb um Ausschreibungszuschläge immer härter, gerade für regional verankerte Projektierer.

Dabei droht aus dem Blick zu geraten, was wir längst erreicht haben.

Schleswig-Holstein zeigt seit Jahren, wie ein erneuerbares Energiesystem funktioniert und welche wirtschaftliche Kraft daraus entsteht. Windenergie bringt Wertschöpfung dorthin, wo der Strom erzeugt wird: in unsere Gemeinden, zu mittelständischen Unternehmen und zu den Menschen vor Ort. Sie schafft Arbeitsplätze und Aufträge, zahlt Gewerbesteuer und kommunale Abgaben und ermöglicht Beteiligung.

Verantwortliche: Ina Kietzmann (Leiterin Landespolitik & Kommunikation), Marieke Scheelhaas (Senior Managerin Marketing & Events), Stephan Frense (Geschäftsführer ARGE NETZ

Unsere Argumente

18 Prozent aller Anwohner*innen in Schleswig-Holstein sind an Erneuerbaren Energien beteiligt.

Die Erneuerbaren Energien bieten lokale Investitionsmöglichkeiten, auch für kleine Budgets. Keine andere Energieerzeugungsart bietet deutschlandweit derart vielen Menschen eine finanzielle Teilhabe. Im Bundesland Schleswig-Holstein profitieren sogar mehr Menschen in absoluten Zahlen von einer echten finanziellen Beteiligung als in anderen Bundesländern. Hier herrscht seit mehr als drei Jahrzehnten eine gelebte Praxis von Beteiligung und Teilhabe. Die Unternehmensgruppe ARGE NETZ aus Husum hat anhand von Handelsregisterauszügen sogar belegen können, dass in Schleswig-Holstein 18 Prozent der Anwohnerinnen und Anwohner in den Standortgemeinden direkt oder indirekt finanziell beteiligt sind: Von den ansässigen 261.284 Menschen (Statistikamt Nord, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 2026) sind über 48.000 Menschen mit kleineren, mittleren und größeren Beträgen an den hiesigen Anlagen beteiligt (ARGE NETZ/Handelsregisterauszug Schleswig-Holstein 2025). Die Energiewende aus Bürgerhand mit ihren Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger hat so dafür gesorgt, dass die Erneuerbaren Energien in Deutschland heute einen Anteil am Stromverbrauch von 55 Prozent.
44.000 Menschen
sind an Erneuerbaren Energien Anlagen in Schleswig-Holsteinischen Standortgemeinden finanziell beteiligt (direkt und indirekt).

Unsere Argumente

Erneuerbare in Schleswig-Holstein erbringen jedes Jahr 110 Mio Euro an Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinden.

Allein die Stromproduktion aus Erneuerbare-Energien-Anlagen in Schleswig-Holstein bringt jährlich mehr als 100 Millionen Euro an Gewerbesteuer (ARGE NETZ Erhebung auf Grundlage von IHK Gewerbeerträgen). Damit sind die Erneuerbaren Energien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Kommunen und das Bundesland. Hinzu kommt die Wertschöpfung entlang der gesamten Energiewirtschaft: von Planung und Projektierung über technische und kaufmännische Betriebsführung bis zu Wartung, Finanzierung, Vermarktung und Beratung. Viele dieser Leistungen werden von Unternehmen aus Schleswig-Holstein erbracht und sorgen für zusätzliche Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen. Die tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung der Erneuerbaren Energien für Schleswig-Holstein reicht damit deutlich über die mehr als 100 Millionen Euro Gewerbesteuer pro Jahr hinaus. Von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren zudem nicht nur die Standortgemeinden der Anlagen. Über den kommunalen Finanzausgleich kommen sie auch Städten und Gemeinden ohne eigene Wind-, Solar- oder Biogasanlagen zugute.

Gewerbesteuerzahlungen aus der Stromproduktion Erneuerbarer Energien in Schleswig-Holstein in Mio Euro

BMG 2022
BMG 2023
BMG 2024*

Unsere Argumente

Für die kommunalen Haushalte in Schleswig-Holstein bieten Erneuerbaren Energien weitere 8 Millionen Euro kommunale Abgabe.

Was bringt ein Windpark
für Gemeinden?

Stelle Dein Szenario ein. Zahl der Anlagen, Windaufkommen und Zahl der beteiligten Gemeinden bestimmen unmittelbar Stromertrag und die mögliche kommunale Abgabe pro Jahr.

Möglicher Stromertrag
96,0 Mio. kWh
6 Anlagen × 16,0 Mio. kWh bei mittlerem Windaufkommen.
Stromertrag je Anlage
16,0 Mio. kWh
rund 2.667 Volllaststunden bei 6 MW
§ 6 EEG je Anlage
32.000
bei 0,2 Cent je kWh
Mögliche kommunale Beteiligung
192.000
Gesamter rechnerischer Betrag für den Windpark pro Jahr.
Rechnerisch je Gemeinde
96.000 €
bei rein beispielhaft gleichmäßiger Aufteilung auf 2 Gemeinden

Was Einnahmen aus der kommunalen Abgabe möglich machen können.

Beispiele für typische kommunale Investitionen und ihre Größenordnung. Die Beträge dienen der Veranschaulichung und sind keine verbindlichen Kostenschätzungen.

Spielplatz erweitern
ca. 25.000 €
etwa für Spielgeräte und zusätzliche Ausstattung
Fahrradweg verbessern
ca. 30.000 €
beispielsweise für kleinere Verbesserungen oder Teilabschnitte
Feuerwehrausrüstung
ca. 20.000 €
etwa für Schutzkleidung oder technische Ausstattung
LED-Straßenbeleuchtung
ca. 15.000 €
beispielsweise für mehrere moderne Leuchten
Modellrechnung mit einer modernen Windenergieanlage von beispielhaft 6 MW Nennleistung. Verwendete Jahreserträge: 12 GWh bei schwachem, 16 GWh bei mittlerem und 20 GWh bei starkem Windaufkommen. Dies entspricht rund 2.000, 2.667 bzw. 3.333 Volllaststunden. Die Werte dienen ausschließlich der Veranschaulichung und stellen keine Ertragsprognose dar. Nach § 6 Abs. 2 EEG können bei Windenergieanlagen an Land insgesamt bis zu 0,2 Cent je Kilowattstunde für tatsächlich eingespeiste sowie die gesetzlich definierte fiktive Strommenge angeboten werden. Bei mehreren betroffenen Gemeinden erfolgt die tatsächliche Aufteilung anhand ihrer jeweiligen Flächenanteile innerhalb des 2,5-km-Radius.
Betreiberinnen und Betreiber von Windenergieanlagen können die Gemeinden vor Ort nach § 6 EEG direkt an der Stromerzeugung beteiligen. Bei Windenergie können Kommunen im Umkreis von 2,5 Kilometern um eine Anlage Zahlungen von insgesamt bis zu 0,2 Cent je Kilowattstunde erhalten. In Schleswig-Holstein kamen so im vergangenen Jahr rund 8 Millionen Euro zusätzlich zusammen. Die Zahl der Anlagen, über die Kommunen finanziell beteiligt werden, steigt dabei jedes Jahr.

Für die Gemeinden ist diese Beteiligung besonders wertvoll: Anders als die Gewerbesteuer verbleiben die Zahlungen nach § 6 EEG vollständig bei den begünstigten Kommunen. Je nach Größe und Ertrag einer einzelnen Anlage können so vier- bis fünfstellige Beträge pro Jahr und Windenergieanlage zusammenkommen. Werden mehrere Anlagen errichtet, schafft der Ausbau der Erneuerbaren Energien unmittelbar vor Ort zusätzliche Einnahmen, die den kommunalen Haushalten und damit den Menschen in den Standortgemeinden zugutekommen.

Für viele Gemeinden ist klar:

Ohne Windkraft fehlt mehr als Strom.

Schleswig-Holstein erzeugt immer mehr klimafreundlichen Strom. Bereits für 2023 weist das Land eine Treibhausgasminderung von 19,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten durch erneuerbaren Strom aus. Seitdem ist die Stromerzeugung aus Erneuerbaren weiter gestiegen und erreichte 2024 mit 27,3 Terawattstunden einen neuen Höchstwert (MEKUN, Monitoringbericht). Wie groß dieser Beitrag ist, zeigt ein Vergleich: Schleswig-Holsteins gesamte Treibhausgasemissionen werden für 2025 auf rund 21,1 Millionen Tonnen geschätzt. Die durch erneuerbaren Strom vermiedenen Emissionen bewegen sich damit bereits in einer ähnlichen Größenordnung wie der gesamte jährliche Treibhausgasausstoß des Landes. Die Werte lassen sich zwar nicht direkt verrechnen. Denn Schleswig-Holstein exportiert große Mengen erneuerbaren Stroms und vermeidet damit auch fossile Stromerzeugung und Emissionen außerhalb des Landes. Gerade darin liegt aber die besondere Klimaschutzwirkung eines starken Erneuerbaren-Landes: Schleswig-Holstein senkt nicht nur die eigenen Emissionen, sondern stellt zusätzlich große Mengen klimafreundlichen Stroms für andere Regionen bereit. Mit weiter wachsender Wind- und Solarstromerzeugung steigt dieser Beitrag zur nationalen Treibhausgasminderung weiter.
Klimawirkung der Erneuerbaren Energien

So viel Treibhausgas vermeiden Erneuerbare Energien aus Schleswig-Holstein

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein vermeidet erhebliche Mengen an Treibhausgasen, weil sie fossile Stromerzeugung ersetzt.

0
Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr
Treibhausgas-Minderung durch Erneuerbare Energien aus Schleswig-Holstein

Was bedeuten 19 Millionen Tonnen?

Durch Erneuerbare vermieden
19,0 Mio. t
Gesamte jährliche THG-Emissionen Schleswig-Holsteins
21,1 Mio. t
≈ 90 %
Die vermiedene Menge entspricht rechnerisch rund 90 Prozent der gesamten jährlichen Treibhausgasemissionen Schleswig-Holsteins.
Die beiden Werte dürfen bilanziell nicht einfach miteinander verrechnet werden. Ein Teil des in Schleswig-Holstein erzeugten erneuerbaren Stroms wird in andere Bundesländer exportiert und verdrängt dort fossile Stromerzeugung. Die Klimawirkung schlägt sich deshalb teilweise in der bundesweiten und nicht allein in der schleswig-holsteinischen Treibhausgasbilanz nieder.
Quelle: MEKUN Schleswig-Holstein, Monitoring Energiewende und Klimaschutz / Energiewende- und Klimaschutzbericht. Vergleichswert: Vorjahresschätzung der gesamten Treibhausgasemissionen Schleswig-Holsteins für 2025: 21,1 Mio. t CO₂-Äquivalente.

Unsere Argumente

Schleswig-Holstein geht den Weg der Vielen: Weltweit sind 92 % aller Energieprojekte Erneuerbare und damit gut fürs Klima.

Seit 2005 wurden in Schleswig-Holstein rund 29 Milliarden Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert. Das zeigen Berechnungen von ARGE NETZ und der Wirtschaftsförderung Nordfriesland. Diese Investitionen haben nicht nur neue Erzeugungsleistung und regionale Wertschöpfung geschaffen. Sie zahlen zugleich auf eines der zentralen Ziele der Energiewende ein: den Klimaschutz. Erneuerbare Energien leisten hier einen messbaren Beitrag. Laut Monitoringbericht des Landesumweltministeriums wurden durch ihre Nutzung in Schleswig-Holstein zuletzt rund 19 Millionen Tonnen Treibhausgasäquivalente pro Jahr vermieden. Zum Vergleich: Das entspricht rechnerisch den jährlichen Treibhausgasemissionen von mehreren Millionen Menschen in Deutschland. Schleswig-Holstein produziert damit nicht nur Energie, sondern vermeidet andernorts erhebliche Emissionen aus fossiler Strom- und Wärmeerzeugung. Diese Entwicklung ist längst global. 92 Prozent der weltweit neu hinzugekommenen Stromerzeugungskapazität entfielen zuletzt auf Erneuerbare Energien. Der weltweite Ausbau folgt damit zunehmend einer wirtschaftlichen und strategischen Logik: Wind und Sonne benötigen keine importierten Brennstoffe, ihre Energiequelle ist dauerhaft verfügbar und sie verringern die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und deren Weltmarktpreisen. Für immer mehr Staaten ist ihr Ausbau deshalb die logische Konsequenz aus Klimaschutz, technologischem Fortschritt und dem Wunsch nach größerer energetischer Unabhängigkeit.

Jährlicher Zubau installierter Stromerzeugungsleistung weltweit

Nicht-Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien
Jährlicher Kapazitätszubau
+585 GW Erneuerbare in 2024
2003
2005
2007
2009
2011
2013
2015
2017
2019
2021
2023
2024
GW/Jahr
Quelle: IRENA, Renewable Capacity Statistics 2025. Der Wert von 92,5 % bezieht sich auf den weltweiten Kapazitätszubau im Jahr 2024.

Unser Appell nach Berlin

Das Bundeswirtschaftsministerium muss jetzt handeln. Denn es geht um die Zukunft der Erneuerbaren und die Stärke unserer Regionen.

Unser Appell an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, an das Bundeswirtschaftsministerium und an die Landespolitik, die nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein Verantwortung übernehmen wird, ist klar: Erhaltet die regionale Stärke der Erneuerbaren.

Kommunen brauchen Einnahmen. Regionen brauchen Investitionen. Unternehmen brauchen verlässliche Bedingungen. Und die Menschen brauchen das klare Signal, dass Bund und Land hinter einer Energieversorgung stehen, die Deutschland unabhängiger macht und gleichzeitig Wertschöpfung vor Ort schafft.

Windenergie darf deshalb nicht zum Spielball des Wahlkampfs werden. Ob sich ein Windrad dreht, ist keine Frage der Parteienfarbe. Energiesicherheit ist nicht links oder rechts. Wettbewerbsfähigkeit ist keine Ideologie. Und eine Gemeinde, die von Gewerbesteuer, kommunalen Abgaben, Arbeitsplätzen und Aufträgen profitiert, profitiert unabhängig davon, wer gerade regiert.

Gerade jetzt steht viel auf dem Spiel. Die politischen Entscheidungen der kommenden Monate werden mitbestimmen, ob Deutschland seine gewachsenen dezentralen Strukturen erhält oder ob Projektvielfalt, Bürgerenergie und regionale Unternehmen zunehmend aus dem Markt gedrängt werden. Wer Erneuerbare schwächt, schwächt damit auch die Regionen, in denen ihre Wertschöpfung entsteht. Schleswig-Holstein zeigt, was möglich ist, wenn aus Wind nicht nur Strom, sondern regionale Stärke entsteht. Bewahren wir diese Landpower. Und bauen wir sie aus.

Hätten Sie’s gewusst?

Testen Sie Ihr Wissen zu Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein.

Jetzt mitmachen!

Wir wollen Menschen in Schleswig-Holstein erreichen, an der Westküste und in allen anderen Landkreisen sowie Städten und Einrichtungen. Dafür stehen verschiedene Angebote zur Verfügung. Sprecht uns und wir finden das richtige Format für Euer Anliegen.

Sichtbarkeit
(Groß)Plakate
Große Präsenz im öffentlichen Raum mit Motiven, die sofort ins Auge fallen.
Begegnung
Give-aways
Kleine Kampagnenbotschafter für Veranstaltungen, Gespräche und direkte Ansprache.
Reichweite
Online-Anzeigen
Zielgerichtete digitale Sichtbarkeit auf Websites, Plattformen und in sozialen Netzwerken.
Besonderes
Sondermotive
Individuelle Motive für besondere Orte, Anlässe, Aktionen und aufmerksamkeitsstarke Formate.

Wir stehen hinter “Landpower Windkraft”